Sind wir stark genug oder zerbricht die Familie daran?
Wie schafften es mein Mann und ich?
Jeder Vater wünscht sich ja einen „richtigen“ Jungen, der Fußball spielt und manchmal wild ist, sich auch mal mit anderen Jungs draußen rauft… Unser Sohn mochte dies jedoch nicht. Er hatte immer schon lieber mit Puppen gespielt, liebte schöne Kleider, er war eben anders als man sich einen Bub vorstellt. Von daher waren mein Mann und ich ja schon einiges gewohnt.

Obwohl wir es ja schon längst geahnt hatten, war es dann trotzdem ein Schock für uns, als wir erfuhren dass unser Sohn im falschen Körper lebt, also ein Transgenderkind ist. Als ich meinen Mann neulich danach fragte, ob er sich noch daran erinnern kann, wie es ihm damals ging, meinte er: „Ich habe das alles vergessen, ich sehe wie es unserer Tochter jetzt geht, wie glücklich sie ist und nur das zählt! Es war das einzig Richtige!“ Ich erinnere mich noch daran dass mein Mann es sehr schnell schaffte unsere „neue“ Tochter bei ihrem neuen Namen zu nennen. Ich hingegen erwähnte noch viel öfter den „alten“ Namen und kränkte sie damit natürlich sehr. Es war ein Prozess für uns alle. Ich erinnere mich daran, dass wir oft zusammen geweint haben weil wir ja nicht wussten wie es weitergeht und was auf uns zu kommt.

Mein Fazit:
Ja, ihr schafft es! Ihr könnt es durchhalten! Weil ihr es wollt für euer Kind! Weil ihr euer Kind von Herzen liebt! Es ist eine große Chance, stärker zusammen zu wachsen und gestärkt, glücklich und selbstbewusster aus diesem Prozess hervor zu gehen!